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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Dienstag, 13.08.2019

Laser-Korrektur der Augen bei Myopie sowie Astigmatismus - kein Anspruch auf Kostenübernahme

Das Sozialgericht Stuttgart entschied in einem rechtskräftigen Urteil, dass Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung, die an einer Myopie sowie einem Astigmatismus leiden, keinen Anspruch auf Kostenübernahme einer Laser-Korrektur der Augen haben (Az. S 23 KR 4535/18).

Die Klägerin litt an einer beidseitigen Myopie (Kurzsichtigkeit) und einem Astigmatismus (Stabsichtigkeit). Sie beantragte bei der beklagten Krankenkasse die Übernahme der Kosten für eine Augenlaserbehandlung (ReLex-Smile-Lasik) aufgrund einer Unverträglichkeit von Brille und Kontaktlinsen bei hoher Sehschwäche. Die Krankenkasse lehnte den Antrag ab. Die beantragte Laser-Operation sei nicht von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen umfasst.

Das SG Stuttgart wies die Klage ab. Nach Auffassung des Gerichts handelt es sich bei der von der Klägerin aufgrund ihrer Fehlsichtigkeit begehrten Refraktiven Lentikelextraktion (ReLex) um ein Verfahren der refraktiven Linsen- und Hornhautchirurgie, welche nicht als abrechnungsfähige ärztliche Leistungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab für ärztliche Leistungen (EBM-Ä) enthalten sind und daher neue Behandlungsmethoden darstellen.

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