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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 10.07.2019

Wann müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?

Einige Arten von Renten sind steuerfrei, z. B. Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Berufsgenossenschaftsrenten, Kriegs-, Wehrdienst-, Zivildienst- sowie Schwerbeschädigtenrenten.

Rentner, deren gesamte Einkünfte über dem Grundfreibetrag von 9.000 Euro (Ehepaare/Lebenspartner 18.000 Euro) für 2018 liegen, sind zu einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Auch sie müssen bis zum 31. Juli eine Steuererklärung abgeben.

Es wäre aber falsch zu denken, dass die monatlich erhaltene Rente einfach mit zwölf multipliziert werden muss, um zu wissen, ob man steuerpflichtig ist. Die Sache liegt komplizierter, beispielsweise weil ein Teil der Rente steuerfrei ist. Dieser variiert nach dem Jahr des Renteneintritts. Wer bis 2005 in Rente ging, erhält einen steuerfreien Rentenanteil in Höhe von 50 Prozent. Dieser Anteil sinkt bei jedem Neurentnerjahrgang. Wer im Jahr 2018 in Rente ging, bekommt nur noch 24 Prozent der Bruttorente als steuerfreien Teil angerechnet. Ab dem Rentnerjahrgang 2040 wird die Rente in voller Höhe (abzüglich Freibeträge) besteuert.

Die Renten werden jedes Jahr erhöht. Der sog. Anpassungsbetrag wird grundsätzlich dem steuerpflichtigen Teil der Rente zugeschlagen. Die Rentenerhöhungen müssen kumuliert als Rentenanpassungsbetrag in der Steuererklärung auf der Anlage R zusätzlich zur Jahresbruttorente eingetragen werden. Auf Antrag schickt die Rentenversicherung eine sog. Rentenbezugsmitteilung über den Anpassungsbetrag, die Jahresbruttorente und die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Hinweis

Eine ganze Reihe von Kosten lassen sich aber auch von der Steuer absetzen. Ihr Steuerberater berät Sie gerne. Die Erklärung kann dann auch nach dem 31.07.2019 abgegeben werden.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.